#8 – Angst und Druck im Referendariat

In dieser Folge geht es um Angst und Druck im Referendariat und wie man diesen beiden Gefühlen Herr wird. 

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6 Kommentare zu #8 – Angst und Druck im Referendariat

  1. Heinz Krause sagt:

    Der letzte Punkt, der allgemeine Druck, ist für mich das größte Problem. Ich würde – für mich – nicht von Angst reden, aber es gibt neben dem was das Referendariat von einem abverlangt auch noch ein ganz normales Leben zu meistern. Viele Leute werden weit von Zuhause eingesetzt, pendeln wöchentlich (oder noch schlimmer täglich) mehrere hundert Kilometer. Ich merke deutlich, wie bei den ungebundeneren meiner Kollegen der Druck geringer ist, weil sie ihre freie Lebenszeit schlicht ausschließlich in ihr eigenes Wohlbefinden investieren können.

    Aktuell arbeite ich als eigenverantwortlicher Einsatzreferendar in Bayern zusätzlich eigentlichen Arbeitswoche an jedem Wochenende ca. 10-14 Stunden, um die jeweilig kommende Woche zu überstehen. Täte ich das nicht, könnte ich die Menge an Arbeit nicht bewältigen. Zu Beginn des Jahres habe ich erst einmal ca. 30 volle Arbeitsstunden damit verbracht, eine Orientierung in der Einsatzschule zu haben und jeder Information hinterher zu laufen. Denn Betreuung heißt in meinem Fall, dass ich eine Woche vor Leistungnachweisen diese zur Einsicht an den Betreuungslehrer schicken muss und nicht, dass mir wirklich jemand zur Seite steht, der mir in den Sattel hilft. Vier Wochen nach Schulbeginn wurde mir von der Schule ein „ABC für neue Lehrkräfte“ ausgehändigt, auf mehrfaches nachfragen. Zu dem Zeitpunkt wusste ich dann alles schon, was da drin stand. Mit großer Wahrscheinlichkeit muss ich zum Februar die Schule wechseln, dann wird genau diese Arbeit wieder anfallen.

    Es ist nicht der Unterricht der mich belastet, es ist das ganze drumherum. Die ständige Beobachtung nach dem Schubs in kalte Wasser muss man erstmal verdauen. Und wenn man dann am Tag vor der Stegreifaufgabe freundlich aber nachdrücklich um den einen Besprechungstermin bittet, wo der Entwurf seit sechs Tagen beim Betreuungslehrer liegt, dann hilft selbst Sport nicht mehr beim entspannen.

    Trotzdem muss ich dir recht geben. Es ist wichtig sich einen Ausgleich zu schaffen, der einen körperlich so sehr fordert, dass der Geist gar nicht mehr um das kreisen kann, was einen im Alltag belastet.

    • r8ut13 sagt:

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Du hast natürlich Recht: Das ist alles sehr unterschiedlich und individuell. Danke, dass du mit deinen Gedanken diesem Problem noch eine weitere Dimension hinzufügst. Liebe Grüße, Bob

  2. DrPetz sagt:

    Guten Tag zusammen,
    danke für deinen Podcast. Ich habe ihn das erste mal gehört und möchte deiner Aufforderung zum Feedback nachkommen:
    B) Soundqualität:
    Gut, dass du jetzt eine Box hast. Leider scheint diese kaum gedämmt zu sein, so dass noch immer eine ziemlich große Räumlichkeit wirkt.
    Du scheinst ein prinzipiell akzeptables Mikrofon zu nutzen, jedoch klingt es – wegen der Räumlichkeit – so, als würdest du von der falschen Seite hineinsprechen. Bei typischen Podcaster-Mikros gibt es eine spezielle „Sprechrichtung“, die man treffen sollte. Das verringert die Räumlichkeit noch weiter.
    Die Melodie am Anfang ist zwar nett, jedoch versinkt deine Stimme darin. Man hört es kaum. Das ist ein einfacher Abmischungsfehler und kann leicht korrigiert werden. Einfach deine Stimme deutlich lauter und die Melodie leiser. Du bzw. deine Stimme ist wichtig. Die Melodie sollte ein „Bett“ für sie sein.
    B) Zum Inhalt:
    Deine pauschale Beschreibung der Ängste ist sicher soweit ok und in allen Allgemeinplätzen richtig. Du sagst selbst, dass du ja kein Experte bist. Mein Referendariat in Berlin war die Hölle. Die Besuche wurden von mal zu mal schlechter bewertet. Die Lehrerpersönlichkeit galt stets als hervorragend, jedoch die Inhalte galten stets als „am Thema vorbei“. Diese Einschätzung wurde jedoch weder von Kollegen noch von nicht involvierten Ausbildern geteilt. Schlussendlich habe ich ca. 4 Monate vor der Prüfung nur noch mit Beta-Blockern schlafen können und in der Prüfung selbst Unterstützung durch den Personalrat der Lehramtsanwärter in Anspruch genommen, da ich befürchtete sonst durchzufallen. Nachdem in der Prüfung auch Patzer der Prüfungskommission gemacht wurden und ich anhand des Gutachtens hätte beweisen können, dass einer meiner Prüfer meine Examensarbeit nicht bis zum Ende gelesen hat, habe ich trotzdem bestanden. Das Ausbildungssystem in Berlin ist leider nicht besonders gut und von sehr viel Willkür und „Machtspielchen“ begleitet. Ich freue mich für alle, die ein schönes oder einfaches Ref haben / hatten. Die überwiegende Zahl der Referendare gehen nach ca. 8 Wochen auf dem Zahnfleisch und werden fast unmenschlich geprüft.

    • r8ut13 sagt:

      Herzlichen Dank für den Kommentar. Ich werde mich, wenn es das Thema zulässt, darauf beziehen. Liebe Grüße

      • DrPetz sagt:

        Sorry, wenn mein Post etwas motzig rüberkam. Das sollte nicht sein. Falls du zu den technischen Sachen noch Fragen hast, kannst du dich gern melden. Hab auch mal Podcasts gemacht und würde es gern weiter tun, aber meine Zeit lässt es kaum zu. :-)

        • r8ut13 sagt:

          Hallo. Nein, überhaupt nicht. Ich freue mich wirklich, wenn kommentiert wird. Ich finde, man kann nur so seinen Horizont erweitern und auch über das nachdenken, was man zuvor vielleicht ausgelassen hat. Insofern war das weder zynisch noch böse gemeint, sondern war ein ehrlicher Dank!

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